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auf der anderen Seite

25. Februar 2013

Cha ist auf der anderen Seite der Welt

und beschreibt auf ner anderen Seite die Welt.

Cha sagt Hallo und Tschüss, chào und chào,

und denkt sich dabei nur immer wieder „WOW“,

wie gut, dass es mir hier gefällt.

Doch dieser Blog muss ruh’n,

es gibt einfach zu viel zu tun.

Und irgendwas gibt’s immer, was hint’n’überfällt.

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Interkulturelle Kompetenz

10. Februar 2013

Eine Woche „Land und Kultur“. Die zweitägige Landesanalyse ist interessant. Geschichte, Politik, Medien, Partei, Leben —- alles sehr spannend und kurzweilig!

Den Rest der Woche: „Interkulturelle Sensibilisierung“, „Orientierung“, „Routenplanung“, „Lernlandschaft“, „Praxisfeld: interkulturelle Konflikte managen“, „Diversität“, „Rückblick und Ausblick“. Trotz der viel versprechenden Namen: leider sehr langweilig und langatmig. Vorurteile, Stereotypen, Perspektivenwechsel. Gähn.

Das, was bleibt: die „kulturelle Grammatik“. Je besser man die eigene versteht, desto besser kann man auch die fremde lernen.

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Der erste und der letzte Monat

31. Januar 2013

Ein Jahr ist eine lange Zeit, nicht einfach, es kurz zusammenzufassen. Den ersten und den letzten Monat zu vergleichen zeigt jedoch, was sich verändert und wie entwickelt hat.

Der erste Monat erscheint in der Erinnerung nur surreal. Alles ist klar, die Prioritäten neu sortiert, nichts lenkt wirklich ab vom einen Mittelpunkt des Lebens. Doch wie die Tage vergingen – ich kann es mir nicht mehr vor Augen führen. Ständig Besuch, immer Kuchen – das waren die äußeren Bedingungen. Aber was wirklich geschah? Ich weiß es nicht mehr. Es war einfach alles so, wie es sein musste. Ich richtete mich ein und orientierte mein Leben nach einem anderen. Dieses schien nicht bewusst abzulaufen, sondern einfach zu sein.

Der letzte Monat ist noch präsent: Es wäre falsch von Alltag zu sprechen, aber doch gibt es klare Strukturen und die machen das gemeinsame Leben berechenbar und erlauben ein eigenes. Es erfordert viel Vorstellungs- und Erinnerungsvermögen, in dem Kleinkind das Neugeborene zu erkennen. Ein unbändiger Bewegungsdrang und natürliches Dauerlernen wechseln sich ab mit ruhigem Innehalten, während dessen Kraft getankt wird für die vielen Entdeckungen, die die Welt täglich zu bieten hat. Ein Mensch steht einem da gegenüber, mit eigenen Wünschen und klaren Vorlieben.

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Museumsfahrt

28. Januar 2013

Eine Fahrt wie im Museum. Die Außenwand so dünn wie Papier. Die Decke angeschimmelt. Die Hebel zum manuellen betätigen und nachjustieren. Ein eingebauter Revoler.

Andere lassen das Tier gewähren. Relativ langsam wirkt doch schnell. Dass 26 Jahre so viel Veränderung bringen können – unglaublich!

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Bildungsministerin ohne Doktortitel

25. Januar 2013

Die Bildungsministerin hat plagiiert.

Anders kann man es nicht nennen. Wer die Gedanken aus anderen Büchern nutzt und die Analyseergebnisse als die eigenen ausgibt, handelt nicht nur nach den Maßstäben der Wissenschaft falsch. Das ist heute so und das war vor 50 Jahren so.

Frau Schavan hat sich immer gern mit ihrem Doktor- und (Ehren-)Professortitel geschmückt. Ihre Karriere, ihr Leben bauen darauf auf. Es ist verständlich, dass sie daran hängt, sie hat nichts anderes. Doch bald wird sie sich verabschieden müssen. In ihrer Funktion als Bildungsministerin konnte sie viele Kontakte knüpfen. Ein paar daraus scheinen sich auszuzahlen: Die Herren Benner und Tenorth, renommierte Wissenschaftler aus dem Bildungsbereich, haben ihr schon im Mai attestiert, wissenschaftliche Standards nicht grob verletzt zu haben. Das ist Quatsch!

Ich verstehe nicht, was es bringt, zu ihr zu halten, sich zu ihr zu bekennen. Wir sind hier nicht vor Gericht, in der das Strafmaß auch von der die Strafe begleitenden Absicht abhängt. Es geht um Tatsachen und die sind eindeutig: http://schavanplag.wordpress.com/2012/05/31/seite-63/

Oder: http://schavanplag.wordpress.com/2012/06/10/seite-74/

Oder: http://schavanplag.wordpress.com/2012/04/18/seite-75-2/

Oder: http://schavanplag.wordpress.com/2012/04/22/seite-76/

Oder: http://schavanplag.wordpress.com/2012/04/28/seite-322/

usw.

Wie kann Frau Schavan angesichts dieser Analyse noch bestreiten, plagiiert zu haben? Ich glaube ihr, dass sie es nicht absichtlich getan hat, aber ändert das etwas?

Wichtig in der Diskussion ist die Konsequenz, die die Wissenschaft daraus zieht. Es wird schon jetzt von unterschiedlichen Ansprüchen damals und heute gesprochen. Es muss „damals“ jedoch unendlich viel leichter gewesen sein zu promovieren: Die Bücherproduktion in den letzten Jahrzehnten ist explodiert. Wer heute promovieren will, kann schon mit der Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes überfordert sein.

Ich werde mich mal erkundigen, ob und wie man die Kampagne „Nicht meine Ministerin“ neuauflegen kann.

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Und plötzlich: Abschied!

24. Januar 2013

Ein halber Container Wohnung hat sich bereits auf die Reise gemacht, der Abschied war nur kurzfristig, spätestens in acht Wochen können wir sicherlich Wiedersehen feiern. Das neue alte, unbeschwerte Leben in der halbleeren Wohnung tut gut: weniger Ablenkung.

Die erste Etappe des anstehenden Abschiedsmarathons hat längst begonnen, seit gestern ohne Pause. Abschied nehmen vom Job, von Vorgesetzen, von KollegInnen, von einer Rolle, von einer Stadt, von einer echten Freundin. Ich hatte da nie dran gedacht, als es um Auslandspläne ging – dass man sich auch verabschieden muss. Ich dachte immer nur an das, was mich in der Fremde erwartet, ob ich dem gewappnet sein würde. Nie habe ich darüber nachgedacht, wen und was ich alles zurücklasse, welchen Teil von mir ich aufgebe.

Natürlich ist alles immer nur temporär – das sagt man sich zumindest. Tatsächlich weiß man nicht, wann man sich wiedersieht, was in zwei oder drei Jahren sein wird. Sicher kann man ohne einander leben. Ebenso sicher ist jedoch das Vermissen. Echte, langjährige Freunde bringt ein Auslandsaufenthalt von 2-3 Jahren meist nicht mit.

Ich stelle mich darauf ein, mich anfangs verloren zu fühlen und zu fluchen. Alleine könnte ich nicht mehr für so lange Zeit in ein so fernes Land ver- (bzw. aus-)reisen. Das geht nur mit zwei geliebten Menschen im Gepäck bzw. als Gepäck eines geliebten Menschen. Mental hat sie schon begonnen, die Reise als „GegeMe“ (hört sich doch besser an als „MAP“!).

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Inventur

18. Januar 2013

Ein Umzug als Inventur. Eine lange Liste musste angelegt werden, nummeriert, die Nummer jeweils einem Packstück zugeordnet. Fasst ein Packstück weitere Gegenstände, muss weiter formuliert werden.

Die Inventarliste gilt nicht nur dem Zoll als Kontrolle, sondern auch uns als Vergleich. Ist auch nicht schlecht, um Sachen wiederzufinden.

Die Füße und der Rücken schmerzen schon vom langen Tag. Pizza liefert Energie für die anstehende Nachtschicht. Geschlafen wird erst, wenn alles zugeklebt – dh. versiegelt! – ist. Dann wird das Chaos gebändigt scheinen.

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