
alleine draußen
24. Februar 2012Ich war das erste Mal seit langem alleine draußen. Ohne Bauch und ohne Baby – eine große Freiheit durchströmte mich. Entspannte Gelassenheit und Sorgenlosigkeit wippten bei jedem Schritt mit: Wenn ich jetzt stolpern oder angefahren werden würde, müsste ich mir für niemanden mit-Sorgen machen. Alleine draußen bin ich nur für mich verantwortlich.
Ich laufe durch die Straßen und merke, dass es sich anders anfühlt: Ich habe keinen Makel mehr, den man mir ansieht. Die Mutterschaft hat mich noch nicht so sehr gezeichnet, dass man sie mir im Vorübergehen aus dem Gesicht lesen könnte. Ich bin incognito unterwegs.
Meine Gedanken schweifen immer wieder nach Hause… Dort weiß ich mein Kind sicher behütet und kann daher guten Gewissens das Alleinsein genießen. Ich erfreue mich an meiner wiedererlangten Beweglichkeit. Ich frage mich, ob keinerder Ladenbesitzer und VerkäuferInnen sich an meinen “Umstand” erinnern kann. Ich bin gut gelaunt.
Nach zwei Stunden zehrt die Sehnsucht dennoch an mir und ich bin froh, dass ich alles erledigt habe und wieder zu Hause bin.
Na, dann sind wir auch wieder froh…
In einem kleinen Dorf, könnte sich sicher jemand erinnern, aber in so einer Metropole, wie du sie dein eigen nennst. Ich denke nicht.
Wenn der Kleine seine Mama da mal nicht vermisst hat. Wenn ich Fabian gewesen wäre, hätte ich sie bestimmt vermisst!!!
Aber es ist auch gut so, denn dann weiß man erst, dass etwas so Wichtiges fehlt!
Schöner Artikel…
Ich kann mich an so ein Gefühl auch erinnern, jetzt wo du es aufschreibst! Dieses Wippen! Unbeschwert sein und trotzdem verbunden sein.
Sehr schöner Eintrag!