Ich hatte nicht viel erwartet. Ich hatte mich auch nicht so richtig gefreut. Es war ja auch eigentlich nicht gewollt, weil etwas anderes gewollt war. Es schien mir, als sei der Neid der Menschen, denen ich meine Urlaubspläne verriet, größer als meine Vorfreude. Ich hatte nie den (geheimen) Wunsch, einmal im Leben nach Hawai’i zu fahren.
Nun bin ich hier und merke, warum es gefällt. Es ist einfach schön. Es ist abwechslungsreich. Die Insel ist grün, die Sonne ist warm, die Wolken hängen tief, und wenn es regnet, entsteht irgendwo ein schöner Wasserfall. So scheint es nichts negatives zu geben – überall ist sofort auch die gute Seite erkennbar.
Wir waren surfen, ich halte mich für ein Naturtalent. Das tut wahrscheinlich jeder, der hier surfen lernt. Es ist kein Zufall, dass hier jeder surft. Es surft hier jeder, weil die Wellen es jedem ermöglichen; nicht weil hier nur die Naturtalente herkommen. Surfen macht Spaß.
Ich wurde zum Schnorcheln überredet. Das war großartig. Ich hatte das Glück, die buntesten und größten Fische zu sehen, die es so nah am Strand nur geben kann. Dieses Glück hatten wahrscheinlich viele, aber ich auch. Auf dem Rückweg habe ich im Walmart eine Schnorchelausrüstung für mich gekauft. Jetzt können wir Partner-Schnorcheln.
In unserem Hotel-Resort gabs eine Hula-Tanzvorführung. Die Männer und Frauen, die getanzt und gesungen haben, hatten alle Spaß. Sie haben sich ganz natürlich zur Musik bewegt, sie haben es stolz getan und einfühlsam. Es war keine aufregende Choreographie, aber sie haben es mit Anmut zu etwas schönem gemacht. Es war wahrscheinlich ein dämlicher Volkstanz, den sie jedes Jahr 257 Mal vorführen, aber sie tun es offensichtlich gerne.
Wir haben noch viel vor und werden sicherlich noch viel schönes erleben. Ich kann mir schon jetzt – nach 2 Tagen – vorstellen, dass ich nach diesem Urlaub wiederkommen möchte. Kaua’i ist irgendwie verzaubernd.
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